Kulturabend auf dem Roten Sofa
-Kulturabend auf dem Roten Sofa-
Polly Tox singt "Verlorene Herzen, Verlorene Schlachten"
Die Basisorganisation DIE LINKE. Hannover/Region West möchte mit dieser Kulturveranstaltung das Rote Sofa - Kultur und Politik im Westen Hannovers - wieder aufleben lassen.
Deshalb lädt sie zu einen Italienischen Abend mit Musik und Geschichten ein:
> 16.Mai 2012.
> 20 - 22 Uhr in dieser IGS Badenstedt, Plantagenstraße 22a, 30455 Hannover
Polly Tox (Ronja Rosemeyer) singt Lieder aus den 20er bis 40er Jahren. Kämpferische, Traurige und Wildromantische Lieder aus den Untiefen finsterer Zeiten. Begleitet wird sie am Klavier vonder Pianistin und Musikpädagogin Nicola Köweker. Zwischen den Lieder erzählt Polly Tox die Geschichte der beiden italienischen Partisanen Lupo und Volpe.
Der Eintritt ist wie immer frei.
Aus der Presse
Stadtbezirk führt Ehrenpreis ein
AHLEM. Der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt hat auf Anregung von Einzelvertreter Siegfried Seidel (Die Linke) die Verleihung eines Ehrenpreises für engagierte Bürgerinnen und Bürger des Stadtbezirkes beschlossen. „Viele Bürger haben durch ihr uneigennütziges Engagement viel für das Gemeinwohl bewegt“,
begründet Seidel seine Initiative.
„Diesen Menschen gilt es, im Namen des Stadtbezirks Danke zu sagen.“ Einen Vorschlag, wer den Preis zum ersten Mal erhalten soll, hat Seidel auch schon. Nach
seinen Vorstellungen sollte das der Arbeitskreis „Bürger gestalten ein Mahnmal“ sein, dessen Mitglieder seit 25 Jahren an das einstige Konzentrationslager in Ahlem
erinnern. Das Engagement des Arbeitskreises gegen das Vergessen sei gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig, betont Seidel und verweist auf die Neonaziszene in Hannover und der Region
Quelle: Hannoversches Wochenblatt - Ausgabe West 25.04.2012
Ahlem/Seidel prescht vor
Vorschlag für Ehrenamtspreis
Das ging schnell: Erst in seiner jüngsten Sitzung hatte der Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt die Einführung eines Ehrenpreises für engagierte Einwohner beschlossen. Jetzt schlägt der Bezirksratsherr Siegfried Seidel (Linke) den Arbeitskreis "Bürger gestalten ein Mahnmal" als ersten Preisträger vor.
Seit 25 Jahren erinnere die Initiative an das Konzentrationslager in Ahlem. Das Engagement des Arbeitskreises sei gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig, betont Seidel und verweist auf die Neonaziszene in der Region Hannover. Seidel hatte die Einführung des Preises im Bezirksrat angeregt, alle anderen Fraktionen hatten sich seinem Vorschlag angeschlossen.
Quelle: Stadt-Anzeiger West 26.04.2012
Ehrenpreis für engagierte Einwohner/innen

Die Politiker im Bezirksrat Ahlem-Badenstedt-Davenstedt haben beschlossen, einen Ehrenpreis für engagierte Einwohner einzuführen. Der Anstoß dazu kam vom linken Bezirksratsherrn Siegfried Seidel. „Viele Bürgerinnen und Bürger haben durch ihr uneigennütziges Engagement viel für das Gemeinwohl bewegt“, begründet Seidel seine Initiative. „Diesen Menschen gilt es, im Namen des Stadtbezirks Danke zu sagen.“ Einen Vorschlag, wer den Preis zum ersten Mal erhalten soll, hat er auch schon. Nach seinen Vorstellungen soll das der Arbeitskreis „Bürger gestalten ein Mahnmal“ sein, der seit 25 Jahren an das Konzentrationslager in Ahlem erinnert. Es handelte sich um ein sogenanntes Außenlager, in dem die Häftlinge zur Sklavenarbeit gezwungen wurden und Hunger und Gewalt ausgesetzt waren. Das Engagement des Arbeitskreises wider das Vergessen sei gerade in der heutigen Zeit besonders wichtig, betont Siegfried Seidel und verweist auf die Neonaziszene in der Region Hannover.
Foto des Mahnmals von Raimond Reiter
Hier finden Sie Wissenwertes über das Mahnmal KZ-Außenlager Ahlem
Quelle: Netzwerk Erinnerungen + Zukunft in der Region Hannover
Angesichts der alliierten Lufthoheit über Deutschland wurde in der letzten Kriegsphase verstärkt versucht, wichtige Rüstungsbetriebe bombensicher in unterirdische Stollen zu verlagern. In Hannover-Ahlem sollte ein ehemaliges und inzwischen unter Wasser stehendes System von Asphaltstollen für Produktionsanlagen der ehemaligen Continental Gummi-Werke und der Maschinenfabrik Niedersachsen Hannover (MNH) hergerichtet werden. Am 30. November 1944 wurde mit ca. 750 jüdischen Häftlingen aus Polen der überwiegende Teil des Außenlagers Stöcken-Continental in das neu angelegte Lager Ahlem verlegt. Sein Kommandant wurde der bekannte Fußballspieler des Hamburger Sportvereins HSV Otto Fritz "Tull" Harder (1892-1956).
In zwölfstündigen Tag- und Nachtschichten mussten mit Hämmern und Spitzhacken die Gänge erweitert werden. Unmenschliche Arbeitsbedingungen in den nassen Stollen und ständige Schläge und Misshandlungen durch SS und ‚Kapos’ führten zu einer hohen Todesrate. Ermordete und Arbeitsunfähige wurden ständig aus dem Stammlager Neuengamme ersetzt, im Januar und Februar 1945 zumeist durch sowjetische Häftlinge. Am 28. März 1945 brachte die SS zudem 200-250 ungarische Juden aus dem Neuengammer Außenlager Hildesheim nach Ahlem. Insgesamt waren etwa 1.500 Häftlinge in Ahlem eingesetzt. In den fünf Monaten seines Bestehens starben hier nach bisherigen Erkenntnissen etwa 750 Menschen. Damit hatte das Ahlemer Lager die höchste Sterblichkeitsrate aller KZ-Außenlager in Hannover. Zur Produktionsaufnahme in der unterirdischen Anlage kam es nicht mehr. Die ‚marschfähigen’ Gefangenen wurden am 6. April 1945 nach Bergen-Belsen getrieben, während die ca. 200 als krank Zurückgelassenen am 10. April von amerikanischen Truppen befreit wurden – unter den Soldaten war auch der spätere Außenminister Henry Kissinger.
Seit dem Jahre 1987 setzt sich der Arbeitskreis ‚Bürger gestalten ein Mahnmal' für eine würdige Gestaltung am Ort des Ahlemer Außenlagers ein. Dieses Bürgerprojekt wurde vom Kulturamt der Stadt Hannover in Zusammenarbeit mit Kirchengemeinden und weiteren öffentlichen Einrichtungen unterstützt. Das in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Lagergelände realisierte Mahnmal wurde am 4. Februar 1994 eingeweiht und symbolisiert den Eingang zum Stollen. Es wurde 2001 durch zwei von Berufsschülern der BBS 3 Hannover geschaffene Kupferstelen mit 299 Namen von Opfern des KZ Ahlem ergänzt. Eine Ausstellung zur Geschichte des Außenlagers befindet sich in der 1987 eröffneten Mahn- und Gedenkstätte Ahlem. Die Entstehung des Denkmals ist in einem Buch dokumentiert worden.
Wenige Fundamentreste des ehemaligen Lagers befinden sich heute auf Privatbesitz neben dem Mahnmal. Sie sind der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Um das Gedächtnis an das Konzentrationslager zu erhalten, warb der Arbeitskreis ‚Bürger gestalten ein Mahnmal' Spenden für den Bau eines Lagermodells ein. Der Architekt Matthias Düsterhöft und der Modellbauer Uwe Strahl haben für den Arbeitskreis dieses Modell im Maßstab 1:200 angefertigt. Düsterhöft war dafür eigens nach Israel gereist und hatte mit Überlebenden über ihr Schicksal und das Aussehen des Lagers gesprochen. Das Modell wurde am 65. Jahrestag der Befreiung des KZ Ahlem am 10. April 2010 während einer Feierstunde in der Heisterbergschule der Öffentlichkeit übergeben. Seinen endgültigen Platz soll es in der neugestalteten Gedenkstätte Ahlem finden.
Am 10. April 2000 übernahm die nahe gelegene ehemalige Hauptschule Ahlem die Patenschaft für das KZ-Mahnmal Hannover-Ahlem. Sie wurde für ihre engagierte Erinnerungsarbeit mehrfach ausgezeichnet. Im Jahre 2005 entstand ein Gedenkbuch, in dem Schüler und Schülerinnen sowie Lehrkräfte Seiten mit den Namen von Opfern des Konzentrationslagers gestaltet haben. Die 2008 neu gegründete Haupt- und Realschule Ahlem, die seit März 2009 den Namen Heisterbergschule trägt, übernahm am 8. Mai 2009 in einer Feierstunde diese Patenschaft. Am 13. September 2011 wurde im Beisein eines Überlebenden des KZ Ahlem, Chaim Liss, eine Informationstafel der Landeshauptstadt Hannover an die Öffentlichkeit übergeben.
Kontakt:
Bürger gestalten ein Mahnmal
c/o Ruth Gröne
Tel. 0511 48 10 08
E-mail madue[at]web.de
Kontakt:
Haupt- und Realschule Heisterbergschule
Petit Couronne Straße 30, 30453 Hannover
Tel. (0511) 16 83 41 36
E-mail heisterbergschule[at]hannover-stadt.de
www.heisterbergschule.de
Projektseite der Schule: Die Mahnmal-Patenschaft
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Mit dem neuen Betreuungsgeld „abgehängt“ von Anfang an?
Ab 2013 hat jedes Kind von Geburt an einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Die Zeit drängt und die schwarz-gelbe Koalition versucht nun, sich aus der Verantwortung zu ziehen: Weil Krippenplätze in vielen Kommunen nicht ausreichend zur Verfügung stehen, wird ab 2013, gleichzeitig mit dem neuen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz, das neue „Betreuungsgeld“ eingeführt. Wer auf einen Krippenplatz für sein Kind verzichtet, soll zusätzlich zum Kindergeld monatlich 150 Euro pro Kind als Betreuungsgeld erhalten. Das Geld soll nicht auf den Regelsatz der ALGII-Leistungen oder auf das Erziehungsgeld angerechnet werden.
Der Gedanke, pro Kind 150 Euro anrechnungsfrei vom Staat zu bekommen und dafür sein Kind selbst zu betreuen, könnte von vielen Eltern als verlockender Rettungsanker zum wirtschaftlichen Überleben gesehen werden.
Genau darauf scheint unsere Bundesregierung zu hoffen: Aus ihrer finanziellen Not heraus werden Eltern dazu verführt, ihre Kinder von der Teilhabe am frühkindlichen Bildungssystem abzuhängen.
So werden gerade diejenigen, die durch Armut ohnehin schlechtere Lebensbedingungen und weniger Chancen haben, von früher Kindheit an vom Bildungssystem abgekoppelt. Diesen Kindern wird der gemeinsame Startins frühkindliche Bildungssystem genommen. Besonders für Kinder aus sogenannten „schwierigen sozialen Verhältnissen“ besteht die Gefahr, dass sie bereits im Kindergartenalter das Entwicklungs-und Bildungsniveau von Gleichaltrigen nicht erreicht haben und dieses Defizit bis zum Schulbeginn nicht mehr aufholen können. Für die Kommunen bedeutet das: Die scheinbaren Einsparungen für nicht in Anspruch genommene Krippenplätze für unter Dreijährige werden ab dem Grundschulalter bis zum Ende der Schulpflicht doppelt und dreifach für die Sonderförderung bei Verhaltens-und Lernproblemen ausgegeben!
Von der Region Hannover jedoch sei die berechnete Nachfrage an Betreuungsplätzen für unter Dreijährige bis 2013 weitgehend zu erfüllen, wurde im Jugendhilfe-Ausschuss der Regionsversammlung berichtet. Ob diese Kalkulation die Verzichts-Erklärungen von Eltern beinhaltet, die sich gegen einen Krippenplatz und für das Betreuungsgeld entscheiden werden, wird im Vergleich von Nachfrage und Angebot wohl kaum erläutert werden. Bleibt nur zu hoffen, dass die Kinder von Eltern, die sich aus finanzieller Not heraus für das Betreuungsgeld entscheiden werden, beim Schulstart mit ihren AltersgenossInnen mithalten können!
Bild-Zeitung? Nicht mal geschenkt!
Bild will mit Deiner Hilfe eine millionenschwere Werbekampagne durchführen. Mach sie zum Desaster!

Zum Jubiläum ihres 60-jährigen Bestehens plant der Axel-Springer-Verlag am 23. Juni die Bild-Zeitung in sämtliche deutsche Haushalte kostenlos zu verteilen. Was wie eine milde Spenden- oder PR-Aktion zur Leser*innen-Akquise klingt, ist tatsächlich ein gewaltiges Geschäft für die Bildzeitung: Eine ganzseitige Anzeige in dieser Ausgabe lässt sich das Gossenblatt mit vier Millionen Euro bezahlen.
Obwohl es durch geschickte Werbekampagnen der letzten Jahre gelungen ist, die Sache anders darzustellen, bleibt es dennoch dabei: Die “Bild” ist eben kein harmloses Boulevardblatt, das hier und da etwas übertreibt, ein wenig flunkert und banale Hofberichterstattung betreibt. Die “Bild” zerstört ganze Leben, sie dringt in die innerste Privatsphäre von Menschen ein, sie führt regelrechte Hetzkampagnen gegen unbescholtene Menschen, die schon einige in den Tod getrieben haben. Erst jüngst hetzte die “Bild” in Emden einen Mob gegen einen unschuldigen Jugendlichen auf, den sie als Kinderschänder und -mörder brandmarkte. Der 17-Jährige muss dank der Bildzeitung heute an einem unbekannten Ort leben und wird wohl nie wieder ein normales Leben führen können. Und erst in der laufenden Woche polemisierte die “Bild” gegen Hartz IV-Betroffene, stellte diese als “Abzocker” und “Drückeberger” dar und versuchte ein weiteres Mal, Niedriglohnbeziehende gegen Erwerbslose auszuspielen.
Du kannst die gewaltige Werbeaktion der Bild-Zeitung verhindern. Das geht, indem Du explizit Widerspruch dagegen einlegst, dass du am 23. Juni diesen gedruckten Schmutz in Deinen Briefkasten bekommst. Ein Hinweis am Briefkasten, dass Du keine Werbung haben möchtest, reicht leider nicht. Widerspruch kannst Du ganz einfach über dieses Formular von Campact! einlegen.
Je mehr Menschen sich an dieser Aktion beteiligen, desto eher wird die Bild-Aktion zum Desaster. Der Verlag ist nach einem Widerspruch gesetzlich dazu verpflichtet, denjenigen, die Widerspruch eingelegt haben, keine Zeitung zukommen zu lassen. Dabei entsteht ein riesiger Verwaltungsaufwand, die betreffenden Adressen herauszufiltern und auch das Verteilen wird deutlich komplizierter, zeitaufwendiger und damit teurer. Bislang (innerhalb von etwa 24 Stunden) haben bereits über 50.000 Menschen Widerspruch eingelegt.
Mehr bei Alle gegen Bild und Campact!.
Und dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.
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